Deutscher  Hanfverband  München

 Die Münchener Gruppe des Deutschen Hanfverbandes

 begrüßt Dich auf unserer Website !

(Update  16. Juli  2019)

DEMOAUFRUF !
Die ungestrafte polizeiliche Erschiessung des unbewaffneten Andre B. in Burghausen jährt sich zum fünften Mal. Viele Monate haben wir an einem Denkmal gegen diese Polizeigewalt in Burghausen gearbeitet, doch die Stadt Burghausen lehnt unser Vorhaben bislang ab. Daher gehen wir nun gemeinsam mit Familienmitgliedern und Politikern in Burghausen auf die Straße, um an dieses dramatische Unrecht zu erinnern, ein Zeichen gegen Polizeigewalt zu setzen und die Mehrheit der verantwortungsvollen Polizeibediensteten zu unterstützen.
Wir fordern von der Stadt Burghausen die Genehmigung eines Gedenksteins und vom Präsidium der Polizei Oberbayern Süd die Entwaffnung unfähiger Schützen.

Wir organisieren eine preisgünstige Anreise ab München. Bitte seid hierzu um 11:50 Uhr am Gleis 8 des Münchener Hauptbahnhof. Bitte komm auch Du dazu!

Die Familie des Getöten und wir laden hierzu alle Interessierten herzlich ein.

https://www.facebook.com/events/458325574901330/



Aktuell ...

Interessenten, die die Münchener Gruppe mal unverbindlich kennenlernen wollen,

dürfen gerne angemeldet oder auch unangemeldet in die Sitzungen kommen.

Infos über die Örtlichkeiten und alle anderen Veranstaltungen unter -Termine-

 

19.07.19 /Fr. 10.45 - ca. 14.00 h  -  Gruppenbesuch im Landtag.
Frau Stephanie Schuhknecht MdL (Grüne Fraktion Bayern) läd ein.
Führung mit Film, Diskussion, Mittagessen.
Nur für registrierte Teilnehmer.

 

27.07.19 /Sa. ..... Abfahrt auf Anfrage.
Fahrt zum Gedenkmarsch nach Burghausen:
"5 Jahre ungestrafte Erschiessung des Andre B."

 

 02.08.19 /Fr.  20:15 bis 22:15 h

Cannabis als Medizin - Selbsthilfegruppe

 

04.08.19 /So. 14.00 h  DHV-Stammtisch

Eine Welt Haus/Weltwirtschaft, München

 

09.08.19 /Fr.
Münchener Gruppe fährt zur Hanfparade nach Berlin

 

 10.08.19 /Sa. ab 12.00 h
Hanfparade - größe Legalize-Demo in Berlin !

 

 

 


München, 9. Mai 2019:

Gesundheitsausschuss beschließt Medizinalhanfanbau-Projekt in München !

Der Hanfverband München hatte letztes Jahr eine Bürgerpetition zum Thema Medizinalhanfanbau und Abgabe an Patienten initiiert, um die Patientenversorgung gewährleisten und den Lieferengpässen entgegenwirken zu können. Diese Petition findet starke Befürwortung bei den Parteien und wird durch Oberbürgermeister Dieter Reiter persönlich unterstützt.

 

Heute am 09. Mai 2019 hat der Gesundheitsausschuss dem Vorhaben grünes Licht gegeben.
Der Modellprojektantrag wird einstimmig beschlossen. Es ist ein großer Erfolg des Münchener Hanfverbandes und der Münchner Cannabis-Patienten.

 

Der Gesundheitsausschuss hat das Vorhaben zum Medizinalhanfanbau durch die Stadt München einstimmig beschlossen und den Oberbürgermeister damit beauftragt, sich im Rahmen des Deutschen Städtetages sowie beim Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinalprodukte (BfArM) dafür einzusetzen, dass der Stadt München eine Fristverlängerung zur Abgabe eines Angebots für die Ausschreibung zum Anbau von Cannabis zu medizinischen Zwecken erhält.

Weiter soll darauf hingewirkt werden, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen dahingehend angepasst werden, dass die Abgabe von durch die Stadt München angebautem Cannabis im Sinne der Petentinnen und Petenten ermöglicht wird. Das BfArM ist jetzt am Zug.
Damit ist die letzte Hürde im Stadtrat genommen. Nun folgt die Schaffung eines Arbeitskreises im Stadtrat, der sich intensiver mit dem Thema Cannabis als Medizin beschäftigt und einen Antrag verfasst, der dem BfArM vorgelegt werden wird. Eine Genehmigung durch das BfArM hätte eine Abgabe von Cannabis abseits von wirtschaftlichen Interessen durch die Stadt München zufolge. Denn das Modellprojekt soll neben einer gesicherten Verfügbarkeit und Qualität auch leistbare Preise gewährleisten.
SPD-Stadträtin Kathrin Abele, stellvertretende gesundheitspolitische Sprecherin begründete den Beschluss wie folgt:

„Wir wollen ein Zeichen dafür setzen, wie wichtig Medizinalhanf für viele Patientinnen und Patienten ist. Lieferengpässe sowie Unterversorgung sind für uns der Anlass, die Produktion von medizinischem Cannabis als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge zu sehen. Deshalb verfolgen wir weiterhin das Ziel, dass die Stadt selbst Medizinalhanf anbaut. Wir freuen uns, dass ein entsprechender SPD-Antrag heute vom Gesundheitsausschuss des Stadtrats angenommen wurde. Der Oberbürgermeister wird sich nun beim Bund dafür einsetzen, dass die Gesetze geändert werden und die Abgabe von medizinischem Cannabis, das die Stadt anbaut, künftig ermöglichen.
Für viele Schmerzpatientinnen und -patienten und Schwerstkranke in Hospizstationen ist medizinisches Cannabis die letzte Hoffnung. Ihnen können andere Medikamente oft nicht helfen, bestimmte Cannabis-Präparate allerdings schon. Es ist sehr wichtig, dass zum einen genügend und zum zweiten eine ausreichende Auswahl unterschiedlicher Präparate vorhanden sind.
Aus Sicht der SPD wäre der kommunale Anbau eine sehr gute Lösung – denn die Stadt kann verantwortungsvoll mit der Produktion umgehen, die Abhängigkeit von Exporten würde sinken, und es wäre ein starkes Signal: Wir setzen uns dafür ein, die Versorgung für Menschen, die auf Medizinalhanf angewiesen sind, zu verbessern.“

München kann auch Vorbild sein.
Nachdem München kürzlich erst mit negativen Schlagzeilen durch überzogene Polizeirazzien auf sich Aufmerksam gemacht hatte, könnte dieser Beschluss jetzt eine positive Signalwirkung für Modellprojekte und das Thema Cannabis als Medizin haben.

 

Micha Greif, Co-Petent & Sprecher Hanfverband München:

 

“Wir haben den Gesundheitsausschuss überzeugt, entgegen den Behauptungen der Bundesregierung die Lieferengpässe anzuerkennen und zu handeln. Dies ist ein historischer Beschluss, da erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik ein Modellprojektantrag rein für Medizinalhanf an das BfArM gestellt wird. Dass dieser Beschluss einstimmig gefasst wurde unterstreicht klar die Notwendigkeit tragfähiger Lösungen für die Patientinnen und Patienten. Ähnliche Anträge könnten nun auch in anderen Städten thematisiert werden.“

[Text: Philipp Ferrer  /  Fotos: Roman Meyer]