Deutscher  Hanfverband  München

 Die Münchener Gruppe des Deutschen Hanfverbandes

 begrüßt Dich auf unserer Website !

(Update  14.10.2019,  ..... es folgen weitere Aktualisierungen...)


 

Micha Greif erhält Ehrung der Stadt München                       

16.08.2019, München/Berlin,  Die Stadt München hat im Rahmen Ihres Programms “München dankt!” den Sprecher des Deutschen Hanfverband München, Micha Greif, für dessen ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Die Urkunden wurden kürzlich im feierlichen Rahmen auf der größten Cannabisdemonstration der Bundesrepublik, der Hanfparade in Berlin, übergeben. Micha Greif ist somit der erste Aktivist des Deutschen Hanfverbands und einer der ersten Cannabisaktivisten überhaupt, der eine staatliche Auszeichnung erhält. Er erhielt diese für sein herausragendes Engagement für Cannabis als Medizin.
Micha Greif ist Gründer und Sprecher der Ortsgruppe München des Deutschen Hanfverbands. Im Rahmen dessen beantwortet er Anfragen, bietet Hilfestellungen und informiert proaktiv Patienten und Interessierte. Des Weiteren beantragte er mit einer Mitstreiterin und zwei Mitstreitern ein Modellprojekt zur Bekämpfung der Medizinalhanf-Lieferengpässe in München, welches am 09.05.2019 einstimmig vom Gesundheitsausschuss der Stadt München beschlossen wurde. Er kontaktierte hierzu und zu weiteren Problemen in der Medizinalhanfversorgung alle im Stadtrat vertretenen Parteien, die KVB, die BLAEK, den AEKBV, den GBA, den GKV Spitzenverband u. A. und führte hierzu zahlreiche persönliche Gespräche. Am 07.06.2018 erhielt er sogar eine persönliche Audienz bei Ministerpräsident Markus Söder (CSU), um über die Lieferengpässe und den Schulungsbedarf für Ärzte zu sprechen. Er schrieb den Entwurf zu einer parlamentarischen Anfrage zu Cannabis als Medizin, die im bayerischen Landtag eingebracht wurde. Er wirkte an der Veröffentlichung von Empfehlungen zum risikominimierten Cannabiskonsum mit, half Patienten beim Verfassen von Petitionen und Beschwerden und unterstützte die Gründung der Münchener Selbsthilfegruppe für Cannabis als Medizin.
Micha Greif ist sehr erfreut über die Auszeichnung: “Ich bin sehr dankbar für diese Auszeichnung, die ein deutliches Zeichen der Wertschätzung meiner sehr umfangreichen ehrenamtlichen Arbeit ist. Und ich verstehe Sie auch als Anerkennung und Würdigung der Arbeit unserer Gruppe, des Deutschen Hanfverbands München.”
Fotos: Roman Meyer

Auf dem Foto: Micha Greif (DHV München) und Philine Edbauer (Hanfparade, Berlin).

Video der Preisverleihung auf der Hanfparade 2019



Aktuell ...

Interessenten, die die Münchener Gruppe mal unverbindlich kennenlernen wollen,

dürfen gerne angemeldet oder auch unangemeldet in die Sitzungen kommen.

Infos über die Örtlichkeiten und alle anderen Veranstaltungen unter -Termine-

 

Vorraussichtlich noch im Oktober, wird noch bekannt gegeben:

- DHV-Ortsgruppentreffen
Eine Welt Haus/Weltwirtschaft-Biergarten, München

 

 

01.11.19 /Fr.  20:15 bis 22:15 h 

Cannabis als Medizin - Selbsthilfegruppe

 

 

 

03.11.19 /So. 14 h  DHV-Stammtisch

Eine Welt Haus/Weltwirtschaft, München

 

 

 

01.12.19 /So. 14 h  DHV-Stammtisch

 

 

06.12.19 /Fr.  20:15 bis 22:15 h

Cannabis als Medizin - Selbsthilfegruppe

 


München, 9. Mai 2019:

Gesundheitsausschuss beschließt Medizinalhanfanbau-Projekt in München !

Der Hanfverband München hatte letztes Jahr eine Bürgerpetition zum Thema Medizinalhanfanbau und Abgabe an Patienten initiiert, um die Patientenversorgung gewährleisten und den Lieferengpässen entgegenwirken zu können. Diese Petition findet starke Befürwortung bei den Parteien und wird durch Oberbürgermeister Dieter Reiter persönlich unterstützt.

 

Heute am 09. Mai 2019 hat der Gesundheitsausschuss dem Vorhaben grünes Licht gegeben.
Der Modellprojektantrag wird einstimmig beschlossen. Es ist ein großer Erfolg des Münchener Hanfverbandes und der Münchner Cannabis-Patienten.

 

Der Gesundheitsausschuss hat das Vorhaben zum Medizinalhanfanbau durch die Stadt München einstimmig beschlossen und den Oberbürgermeister damit beauftragt, sich im Rahmen des Deutschen Städtetages sowie beim Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinalprodukte (BfArM) dafür einzusetzen, dass der Stadt München eine Fristverlängerung zur Abgabe eines Angebots für die Ausschreibung zum Anbau von Cannabis zu medizinischen Zwecken erhält.

Weiter soll darauf hingewirkt werden, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen dahingehend angepasst werden, dass die Abgabe von durch die Stadt München angebautem Cannabis im Sinne der Petentinnen und Petenten ermöglicht wird. Das BfArM ist jetzt am Zug.
Damit ist die letzte Hürde im Stadtrat genommen. Nun folgt die Schaffung eines Arbeitskreises im Stadtrat, der sich intensiver mit dem Thema Cannabis als Medizin beschäftigt und einen Antrag verfasst, der dem BfArM vorgelegt werden wird. Eine Genehmigung durch das BfArM hätte eine Abgabe von Cannabis abseits von wirtschaftlichen Interessen durch die Stadt München zufolge. Denn das Modellprojekt soll neben einer gesicherten Verfügbarkeit und Qualität auch leistbare Preise gewährleisten.
SPD-Stadträtin Kathrin Abele, stellvertretende gesundheitspolitische Sprecherin begründete den Beschluss wie folgt:

„Wir wollen ein Zeichen dafür setzen, wie wichtig Medizinalhanf für viele Patientinnen und Patienten ist. Lieferengpässe sowie Unterversorgung sind für uns der Anlass, die Produktion von medizinischem Cannabis als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge zu sehen. Deshalb verfolgen wir weiterhin das Ziel, dass die Stadt selbst Medizinalhanf anbaut. Wir freuen uns, dass ein entsprechender SPD-Antrag heute vom Gesundheitsausschuss des Stadtrats angenommen wurde. Der Oberbürgermeister wird sich nun beim Bund dafür einsetzen, dass die Gesetze geändert werden und die Abgabe von medizinischem Cannabis, das die Stadt anbaut, künftig ermöglichen.
Für viele Schmerzpatientinnen und -patienten und Schwerstkranke in Hospizstationen ist medizinisches Cannabis die letzte Hoffnung. Ihnen können andere Medikamente oft nicht helfen, bestimmte Cannabis-Präparate allerdings schon. Es ist sehr wichtig, dass zum einen genügend und zum zweiten eine ausreichende Auswahl unterschiedlicher Präparate vorhanden sind.
Aus Sicht der SPD wäre der kommunale Anbau eine sehr gute Lösung – denn die Stadt kann verantwortungsvoll mit der Produktion umgehen, die Abhängigkeit von Exporten würde sinken, und es wäre ein starkes Signal: Wir setzen uns dafür ein, die Versorgung für Menschen, die auf Medizinalhanf angewiesen sind, zu verbessern.“

München kann auch Vorbild sein.
Nachdem München kürzlich erst mit negativen Schlagzeilen durch überzogene Polizeirazzien auf sich Aufmerksam gemacht hatte, könnte dieser Beschluss jetzt eine positive Signalwirkung für Modellprojekte und das Thema Cannabis als Medizin haben.

 

Micha Greif, Co-Petent & Sprecher Hanfverband München:

 

“Wir haben den Gesundheitsausschuss überzeugt, entgegen den Behauptungen der Bundesregierung die Lieferengpässe anzuerkennen und zu handeln. Dies ist ein historischer Beschluss, da erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik ein Modellprojektantrag rein für Medizinalhanf an das BfArM gestellt wird. Dass dieser Beschluss einstimmig gefasst wurde unterstreicht klar die Notwendigkeit tragfähiger Lösungen für die Patientinnen und Patienten. Ähnliche Anträge könnten nun auch in anderen Städten thematisiert werden.“

[Text: Philipp Ferrer  /  Fotos: Roman Meyer]